Hallihallo meine Lieben!
Nach längerem hin und her Überlegen und Beobachten des Forums habe ich den Entschluss getroffen, dass das "The Missing Paradise" seine Pforten bis aufs Erste schließen wird. Auch wenn der Anfang des Forums sehr vielversprechend ausgefallen war ging das Leben im Board langsam aber sicher immer mehr zurück. Trotz mehrerer Versuche von Euch und Mir ist es uns nicht gelungen, neue Gesichter für unsere Welt der Pok émon zu begeistern, was dazu führte, dass das Forum am Ende lediglich nur noch von Mehrfachaccounts am Leben gehalten wurde, was leider auch nicht das Gelbe vom Ei ist.
Nichtsdestotrotz war die Zeit mit euch und auch mit dem Forum wirklich wunderbar, ich hatte sehr viel Spaß und habe mich jeden Tag gefreut, mit euch und euren Charakteren neue Abenteuer zu erleben. Ich hoffe sehr, dass es euch hier ebenfalls Spaß bereitet hat und ihr mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück an die Zeit im Missing Paradise denken könnt. :P
Das Forum wird erstmal nicht gelöscht und die Beiträge und Grafiken damit auch behalten. Solltet ihr eure Steckbriefe oder ähnliches noch sichern wollen könnt ihr mich über das Storming Gates oder das AniMaCo erreichen, die Links zu meinen Profilen folgen unten.
Ich wünsche allen Usern, Ex-Usern und auch Gästen, die sich bei uns umgesehen haben noch eine schöne Zeit im Rollenspiel und ich bin mir sicher, dass man sich irgendwann irgendwo nochmal wieder sehen wird!
Allerliebste Grüße,
Sansai!

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Kleinhain: Ebene 1-3

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Kleinhain: Ebene 1-3   Mo Jun 29, 2015 11:50 am

Kleinhain: Ebene 1-3

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Aug 04, 2015 6:34 pm
Kleinhain: Ebene 1


» Die Pelipper-Post

Das kleine Pokemon stellte sich auf die Hinterbeine und streckte die Schnauze in die Luft. Seine Nase zitterte als er die Gerüche um sich herum wahrnahm und sein Maul verzog sich zu einem feinen Grinsen - und ja, auch das konnte man bei dem jungen Pokemon wahrnehmen. Hier war es viel angenehmer, auch wenn ein Wald nicht so wahrlich sein liebstes Gebiet war. Aber besser als Wasser. Wasser... Sabaku ließ die Gedanken noch einen Moment zurückschweifen. Azurah war so nett gewesen und hatte einen Auftrag genommen, der nicht so schwer sein sollte. Ob sie das nun getan hatte, weil sie nett war oder weil sie ihm nichts zutraute... naja, das war ja nicht so wichtig; viel wichtiger war Sabaku, dass es halt nicht gleich gegen irgendwelche bösen Pokemon ging. Retter hin oder her, aber er war kein Held. Da gab es einen Unterschied. Das Lin-Fu hatte einen Auftrag herausgesucht, bei dem man ein Raupy aus dem so genannten 'Kleinhain' retten musste. Ein Safcon hatte diese Aufgabe an das Brett genagelt (wie es das wohl gemacht hatte?) und somit freigegeben. Das Sandan hatte keine Einwände erhoben; ehrlich, was hätte es auch gebracht? Azurah war - das verstand er jetzt schon - kein Weibchen vieler Worte, sondern eher eines der Taten und das imponierte ihm auf eine gewisse Weise. Auf eine andere Weise schreckte es ihn zwar ab, aber hey - man konnte ja nicht alles haben. Er hatte nur mit einem Nicken bestätigt, dass er alles verstanden hatte und schon waren sie aufgebrochen.

Und nun waren sie hier. Ebene 1, Kleinhain, gar nicht weit von der Stadt entfernt. Ehrlich, der Marsch war lächerlich gewesen, jedenfalls für Sabaku, der es gewohnt war, Stunden um Stunden durch Wüsten, Steppen und Berge zu wandern. So fühlte er sich noch ziemlich gut und schnupperte noch einmal, bis er sich wieder zurück auf alle Viere begab und sich dem Lin-Fu zuwandte. Jetzt, wo er sich ein wenig an ihre Gegenwart gewöhnt hatte und auch sonst keine große Zivilisation in Sichtweite war, wirkte er gleich viel sicherer und offener. Seine Schritte waren fest und kraftvoll - jedenfalls für ein Sandan. "Nu' ja, es is' jedenfalls klar, warum Safcon jemanden beauftragt hat", stellte das Maus-Pokemon fest und fauchte ein kleines Taubsi an, welches sich schnell verkrümelte. Die Pokemon hier machten nicht einmal ihm Angst - wenngleich er bisher auch nur Taubsis gesehen hatte. Pflanzen-Pokemon waren ihm logischerweise auch ein wenig gruselig. "Wie hätte es überhaupt hierhin kommen können? Safcon können nich'ma' laufen...", fasste er zusammen und trippelte in die Mitte der Lichtung, auf der sie sich befanden. Sein Blick schweifte von einer Seite des Dungeonraumes zum nächsten. "Ich seh' zwei Aus- beziehungsweise Eingänge zu dieser Lichtung", meinte er dann und stromerte hin und her. "Sag' mal, weißt du, ob's hier Pflanzen-Pokemon gibt?" Etwas nervös sah er sich um. "Die sind mir nich' geheuer... also, in welche Richtung möchtest du? Die Sonne steht..." Er sah nach oben und folgte den Schatten mit seinen Augen. "... dort, also is' das Norden." Er zeigte mit der Schnauze in eine Richtung und auf seinen Zügen lag ein neugieriger Ausdruck. "Ich war noch nie in 'nem Dungeon!", meinte er aufgeregt. "Ich hab' gehört, sie verändern sich jed'm Tag?"

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Azurah
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Mo Aug 10, 2015 2:15 pm
Ehrlich? Azurah war noch nie hier gewesen. Das Lin-Fu musste den Anweisungen folgen, die auf dem Auftrag verzeichnet waren, um herauszufinden, wie genau sie zum Kleinhain kamen. Zum Glück stellte sich der Weg als wirklich nicht kompliziert heraus. Einmal durch die Stadt gegangen, ein wenig durch den Wald und schon befanden sich die beiden neuen Retter direkt vor dem Dungeon. Azurah sog die Luft ein und behielt sie einen Augenblick in der Lunge. Ein Dungeon - es war lange her, dass sie in einem solchen gewesen war. Und damals war stets Adan an ihrer Seite gewesen, der zugegeben die meiste Arbeit erledigt hatte. Azurah hatte stets zugucken und lernen sollen, aber wirklich eingreifen musste sie nicht. Ganz davon abgesehen war es das erste Mal, dass das weibliche Kampf-Pokemon einen echten Auftrag in einem solche Dungeon erledigen musste. Zusammen mit Adan hatte sie Dungeon nur erforscht, war ein wenig in ihnen gelaufen, bevor sie sich mit einem Flieh-Orb oder einem ähnlichen Item wieder nach draußen befördert hatten. Das hier war also wirklich ein echtes Highlight für das Lin-Fu. Ob sie sich das vor Sabaku anmerken ließ? Natürlich nicht. Der sollte ruhig weiterhin glauben, dass es sich bei Azurah um ein einigermaßen erfahrenes Pokemon handelte, das ihm nicht nur durch den Auftrag helfen konnte, sondern dem Sandan auch die Grundzüge des Rettertums in allen Details erklären konnte. Alles andere hätte den ersten Eindruck noch kaputt gemacht.

Okay - wo sollte sich dieses Raupy befinden? Sie waren in Ebene 1 - hier sollte es nicht sein. Hieß, dass Azurah und Sabaku noch ein Stück weiter gehen mussten, bevor sie hoffen konnten, Raupy zu finden. Das Kampf-Pokemon bemerkte, dass das Sandan anfing zu fauchen und ein wildes Taubsi, das sich in der Nähe befunden hatte, direkt verschwand. Sonderlich angriffslustig schienen die hiesigen Pokemon nicht zu sein. Das machte es einfacher, aber auch ein Stück weit langweiliger. Ob da noch eine wirkliche Gefahr kommen würde? Sie wandte sich an Sabaku. „Pflanzen-Pokemon? Keine Ahnung, ich war noch nie hier“, gab Azurah ehrlich zu und sah sich um. Gerade konnte sie niemanden entdecken, der auf die Beschreibung gepasst hätte. Und soweit sie wusste, waren Taubsis vieles, nur keine Pflanzen. „Da es hier aber insgesamt sehr grün aussieht, würde ich eine Begegnung mit wilden Pflanzen-Pokemon nicht ausschließen. Aber ehrlich, wenn die alle so mutig sind wie die Taubsis, die sich schon durch ein Fauchen verschrecken lassen, brauchen wir uns keine Gedanken machen. Außerdem bin ich ja auch noch da, ein paar Pflanzen bereiten mir keine Sorgen.“ Genau, Azurah war ja da, dann konnte Nichts passieren. So oder so ähnlich zumindest. Mit der Pfote deutete das Kampfkünste-Pokemon auf einen Ausgang, den Sabaku bereits bemerkt hatte. „Da, da müssen wir hin. Damit kommen wir tiefer in den Dungeon und finden Raupy bald.“ Das Lin-Fu machte sich bereits auf den Weg, als es noch einmal stoppte. „Oh und ja. Die Dungeons verändern sich, aber nicht unbedingt täglich. Wann und wie genau sie sich verändern, weiß niemand. Muss noch erforscht werden.“ Wie das wohl alles funktionierte? Hörte sich sehr unrealistisch an. Allerdings war Azurah keine Forscherin, weshalb sie sich keine größeren Gedanken darüber machte, hätte sowieso Nichts gebracht.


Kleinhain: Ebene 2


Die beiden Retter gingen durch den einen Gang und schwupp - da war schon die nächste Ebene erreicht. Ebene 2, um es noch einmal auszuschreiben. Hier sah es kein Stück anders aus als in der Eben zuvor, leider konnte Azurah jedoch nicht sofort einen weiteren Gang ausmachen, der sie zur nächsten Ebene geführt hätte. Daher winkte sie Sabaku hinter sich her. „Jetzt müssen wir anfangen, zu erforschen! Wir müssen nach dem Gang suchen, der uns noch tiefer in den Dungeon führt. Der müsste so aussehen wie der, aus dem wir jetzt gekommen sind.“ Genug Erklärung, oder? Die ersten Pokemon, denen das Team begegnete, waren Taubsis, die genauso scheu waren wie jenes in der Ebene zuvor. „Da, der Gang!“, stellte Azurah klar, als sie zusammen mit dem Sandan einen Raum betrat, an dessen anderem Ende sie den ersehnten Eingang ausmachte. Sie machte sich bereits wieder auf den Weg, da ertönte ein wütendes Zischen von der Seite. Taubsi? Nein, ein Waumpel. Nicht unbedingt angsteinflößend, entsprechend reagierte Azurah. Sie legte den Kopf schief und musterte die Raupe. „Verschwinde, wir wollen hier nur jemanden retten!“, rief sie dem wilden Pokemon entgegen, dieses antwortete allerdings nicht, fauchte erneut und reagierte insgesamt angespannt, dass Fremde in seinem Revier aufgetaucht waren. Das Lin-Fu wollte noch etwas sagen, da schoss ein gezielter Fadenschuss in ihre Richtung und wickelte Azurah ein. Die war einen Augenblick verwundert und versuchte sich dann aus den Fäden zu befreien. „Der will wohl nicht reden. Sabaku, jetzt zeig mal, was du kannst“, rief sie ihrem heutigen Teamkollegen entgegen.

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Mi Aug 12, 2015 8:54 pm
"Wa... noch nie hier?" Etwas erstaunt wiederholte Sabaku diese Worte und putzte sich nervös hinter den Ohren. Das Lin-Fu hatte getan, als würde es alles schon kennen - und dabei hatte er sie wohl etwas falsch eingeschätzt. Eigentlich hatte er gedacht, sie würden hier durchspazieren und ein Pokemon retten - und dass sie den Weg kennen würde. Naja, der weg hierher war nun nicht sonderlich kompliziert gewesen, aber hier drin sah das irgendwie schon anders aus. Hm. Etwas missmutig grummelte Sabaku vor sich hin, sagte aber nichts mehr zu dem etwas zu großem Selbstbewusstsein des jungen Pokemon, welches er begleitete. Interessanterweise wusste Azurah anscheinend wirklich nicht viel - dafür, dass sie eine offizielle Retterin war. Und so. Sabaku zischte leise, folgte dem weiblichen Pokemon dann aber ohne weitere Widerworte - immerhin wollte er nicht unbedingt alleine mit potentiell tödlichen Pflanzen-Pokemon sein. Zusammen mit dem menschenähnlichen Lin-Fu hatte er schnell den Weg nach Ebene 2 hinter sich gelassen und sah sich um. Eigentlich wirkte es hier nicht anders als oben auch. Nur war das Gefühl, noch ein wenig tiefer in den Kleinhain eingedrungen zu sein, natürlich irgendwie spannend. Vermutlich hatten das hier schon etliche Pokemon erforscht, aber egal! - Es war immerhin Sabakus erster Auftrag. Das Sandan huschte hin und her - bis es von einem Zischen abgelenkt wurde. Ein... ein Waumpel? Jedenfalls eine kleine Raupe und es war weder ein Hornliu noch war es ein Raupy - die erkannte Sabaku auf den ersten Blick. Es sah zwar nicht unbedingt furchterregend aus, aber das Sandan sah ja innerhalb kürzester Zeit dass es bereit war, sein Revier zu verteidigen. Das mochte er nicht und er wollte dieses kleine Waumpel, welches sich nur gegen Eindringlinge wehrte, nicht unbedingt fertig machen. Er huschte zu Azurah, die herumzappelte und ignorierte ihre Worte. "Immer gern' doch", zischte Sabaku und rempelte Azurah an, so dass das eingewickelte Pokemon auf seinem Rücken landete - und mit schnellen Schritten trat er den Rückzug an. Azurah protestierte und der taktische Rückzug kam ein wenig ins Wanken, als das weibliche Pokemon sich aus ihrem klebrigen Gefängnis befreit hatte. Oh, und das Waumpel verfolgte sie! Wieso tat es das? Es kroch auf ihn zu und setzte zu einem Tackle an - aber Sabaku war schneller und schaufelte dem armen Viech eine ganze Wagenladung Sand ins Gesicht. Die Raupe rollte sich von ihnen weg und zischte nur noch böser, die großen Insektenaugen gerötet. "Jetzt is' es erst recht böse!", meinte das Sandan und sah zweifelnd zu dem Lin-Fu. "Wieso folgt es uns, wenn wir schon aus seinem Revier verschwunden sind? Es wird doch nicht das einzige Waumpel hier sein, oder?" Wieder ein Fadenschuss! - Azurah und Sabaku hüpften auseinander und das Waumpel rammte Sabaku sofort in den Bauch. Um ehrlich zu sein... das machte ihm nicht so viel, er war schon Schlimmerem begegnet als ein wildes Waumpel es jemals sein würde. Sabaku entschied sich und fuhr seine Klauen aus - ein Schlag mit der rechten riss eine klaffende Wunde in den Körper des Waumpels, der Schlag von Links - weniger mit 'Klinge' geführt - stieß es zurück. Zischend zog sich das kleine Pokemon zurück, offensichtlich verwundet. Nicht schlimm, aber es brauchte Zeit, sich zu regenerieren.

"Komm' schon, Azurah!", zischte Sabaku und stupste das weibliche Pokemon mit seiner Schnauze an. "Wenn wir länger hier bleiben, wird's sicherlich einen Aufruhr geben! Es is' sicher nicht alleine - nicht ein so kleines Waumpel!" Sie verließen schnell den aktuellen Raum, mitten rein in einen grasigen Tunnel, der von Ästen überhangen war. Die nächste freie Fläche war leer - nur ein Glitzern machte Sabaku neugierig. "Was is' das?", fragte er mehr sich als Azurah und tapste in die eine Ecke der Lichtung. Ein paar kleine, goldene Münzen lagen verstreut auf dem Boden. Das Sandan legte den Kopf schief. "Sieht interessant aus, aber... kann man damit 'was anfangen?" Er schnupperte daran. "Ein Abenteurer muss's verloren haben. Kann man das gegen etwas tauschen? Essen vielleicht?" Kurz schwieg er, als sie zu ihm trat, dann sah er mit seinen tiefblauen Augen zu denen des Lin-Fu. "Übrigens... du warst noch nie hier? Warst du denn schon in vielen anderen Dungeons?"

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   So Aug 16, 2015 3:25 pm
Was? Das konnte nicht sein ernst sein! Azurah hatte gedacht, Sabaku würde gegen dieses Waumpel kämpfen und zeigen, was er konnte. Was tat er stattdessen? Fliehen! Das Sandan packte seine Kameradin - die noch immer in den Fäden des Fadenschusses gefangen war - und zog sie hinter sich her. Natürlich protestierte das Lin-Fu, war es damit schließlich gar nicht einverstanden, doch davon wollte Sabaku sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das Gestrampel von Azurah wurde noch stärker, als die letzten Fäden sich gelöst hatten. „Es folgt uns! Dein Weglaufen bringt Nichts!“, brüllte sie das Boden-Pokemon an, das stoppte und dem Gegner eine Ladung Sand ins Gesicht schaufelte. Als nächstes folgte ein weiterer Fadenschuss des Waumpels, dem sowohl das weibliche wie auch das männliche Pokemon gekonnt auswichen. „Kannst ja fragen, warum es uns verfolgt. Aber du wirst kaum eine Antwort erhalten.“ Endlich hörte Sabaku auf, Fragen zu stellen oder zu fliehen, sondern zeigte eine Kratzer-Attacke, die es in sich hatte. Danach stieß er das Waumpel von sich, das verletzt aber verdammt wütend davon kroch. Die anfängliche Flucht des Sandans hatte die Situation nur schlimmer gemacht, als sie ohnehin schon gewesen war. Wirklich zufrieden über das Verhalten ihres momentanen Kollegen war sie nicht, doch Azurah nahm sich zurück. Zusammen mit Sabaku lief sie in den nächsten Raum, durch einen weiteren Tunnel und wieder in einen Raum - in der Hoffnung, den Gegner endgültig abgeschüttelt zu haben.

„Du hättest gar nicht erst versuchen sollen, abzuhauen.“ Azurah rümpfte die Nase und verschränkte die Pfoten vor dem kleinen Brustbereich. „Die Pokemon in Dungeon sind von Natur aus angriffslustig und wütend. Das weiß doch jeder! Die reden nicht viel, sondern greifen nur an. Und wenn du fliehst, verfolgen sie dich, um dich endgültig von hier zu vertreiben.“ Auf lange Sicht würde Sabaku mit seiner Zurückhaltung nicht weit kommen, davon war das Lin-Fu überzeugt. Als Retter musste man kämpfen können. Immer und jederzeit, egal gegen welchen Gegner. Abgelenkt von diesem Thema wurde das Weibchen erst, als ihr Partner sie auf ein ungewöhnliches Glitzern aufmerksam machte. Goldene Münzen? „Pokedollar“, beantwortete Azurah die Frage des Boden-Pokemons, legte einen Moment den Kopf ein wenig schief und musterte das Geld. „Wahrscheinlich von einem Abenteurer, ja.“ Während Sabaku noch vorsichtig schnupperte, hob das Lin-Fu das gefundene Geld auf und packte es in die Tasche. „Davon kann man sich Sachen kaufen. Essen, aber auch andere Items. Was da genau alles drunter fällt, weiß ich auch nicht, aber das bekommen wir schnell heraus. Und wir machen nachher Hälfte Hälfte, keine Sorge.“ Nicht, dass sich dieses Maus-Pokemon gleich noch beschwerte, warum Azurah das Geld eingepackt hätte. „Nein, ich war noch nie hier. Nicht im Kleinhain, der lag zu nah an der Stadt, da bin ich früher nie vorbeigekommen.“ Während sie dem Sandan antwortete, deutete sie an, dass sie weiter gehen sollten. Nicht, dass gleich das nächste wilde Waumpel aufkreuzte und sie angriff. „In vielen Dungeons war ich nicht.. aber in ein paar wenigen. Welche genau, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Ich war früher mit einem Machomei unterwegs, dass mir ein wenig die Welt erklärt hat, könnte man so sagen. Die Dungeons waren von ihm und nicht von mir ausgesucht worden.“ Ob das jetzt das Bild komplett zerstörte? Azurah hatte erwähnt, dass sie selbst erst seit kurzem als Retterin aktiv war, zu hoch durften die Ansprüche von Sabaku also nicht sein. Im nächsten Raum zeigte sich wieder ein Gang, der sie tiefer in den Dungeon führte. „Da hinten müssen wir durch. Schnell, ich sehe keine Feinde in der Nähe. Weit kann Raupy dann nicht mehr sein.“

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Aug 18, 2015 10:25 am
Sabaku war irgendwie klar gewesen, dass seine Partnerin mit dem ‚Verhalten‘, was er an den Tag legte, nicht so ganz einverstanden war. Aber das war ihm ziemlich egal; denn, wenn man ehrlich war, war das hitzköpfige Kampfpokemon hier selbst sicherlich nicht im Recht! Denn alles und jeden zu bekämpfen, konnte auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein und Sabaku hatte nicht vor, sich auf dieses Niveau herab zu lassen. Außerdem… naja, er mochte ja gar nicht so gerne kämpfen. Natürlich konnte er kämpfen, aber das musste ja noch lange nicht bedeuten, dass er jetzt jedes Waumpel, was er traf, aufschlitzen wollte. Oder sollte. Eine Ausrede war das mit dem Niveau natürlich niemals! Natürlich war Azurah da etwas anderer Meinung, sagte dann aber noch etwas, was er so nicht gewusst hatte – natürlich hatte Sabaku wahrgenommen, dass die Anzahl aggressiver beziehungsweise unfreundlicher Pokemon zugenommen hatte, aber dass in Dungeons alle Pokemon so waren… hatte er nicht gewusst. Gut zu wissen, was? Er zeigte – erstmal – keine Reaktion auf diese Offenbarung und beschäftigte sich erst einmal mit den glitzernden Münzen auf dem Boden. Tatsächlich bestätigte das Lin-Fu seine Vermutung und packte die Münzen in ihren Beutel – mit dem Versprechen, dass sie nachher Halbe-Halbe machen würden. Interessant war, dass sie selbst nicht so ganz genau wusste, was man damit anfangen konnte; deshalb sagte er erst einmal nichts. Sie musste ja nicht wissen, dass diese Münzen für ihn vollkommen wertlos waren und er sich sein Essen, wenn er es brauchte, auch selbst besorgen konnte. Aber da diese Dinge in dieser Retter-Welt etwas zu bedeuten hatten, fügte er sich und entschloss sich im selben Moment, sich ein wenig mehr diesen Dingen zu öffnen. Allerdings nur ein Stück. Und wenn er jemanden fragen wollte, hatte er ja Azurah, nicht? Jedenfalls für’s Erste. Sabaku blinzelte leicht und schaute zu dem Weibchen hinüber. „Ein Machomei?“, fragte er noch nach, da drängte ihn das Lin-Fu schon in Richtung des Ausgangs dieser Ebene. „H-he, moment“, murrte er und ließ sein Ohr protestierend zucken. Kein Wunder, dass sie so stürmisch war; Machomei waren eine der stärksten Pokemon dieser Welt, jedenfalls wenn man von reiner Körperkraft ausging. Sabaku war sich nicht einmal sicher ob irgendeines der Pokemon, die er kannte, an diese Kraftpakete herankommen konnten. Vermutlich nicht, folglich war klar, woher Azurah diese Einstellung hatte. Jedenfalls dachte das Sandan sich das und folgte ihr – vorerst. Denn er hatte noch viele Fragen! Und nicht nur, wieso hier alle aggressiv waren! FRIEDEN FÜR ALLE!

Kleinhain: Ebene 3


Sabaku schnaufte leicht, nachdem ihn das junge, weibliche Pokemon auf die nächste Ebene gezerrt hatte. Nicht, dass er keine Ausdauer hatte, aber irgendwie stresste ihn Azurah ein wenig – aber etwas spannend war es ja schon. Die Entdeckung dieser ‚Pokedoller‘ hatte ihn seltsam zufrieden gestellt; er mochte es, Dinge zu finden, sie aufzuheben und, wenn möglich, in irgendeiner Form zu nutzen. Dieses Nutzbarmachen von Gegenständen, die jemand anderes verloren oder verschmäht hatte, mochte er gerne. Es zeigte, dass alles etwas wert war. Gut, er vermutete, dass sich jemand schon geärgert hatte, dass ihm das Glitzerzeug abhandengekommen war… Das Sandan sah sich mit zuckendem Näschen um, dann hinter sich. Anscheinend war ihnen niemand gefolgt. „Ich hätt‘ jetzt erwartet, dass uns jemand folgt“, ließ er verlauten und streckte seinen für ein Sandan sehr langen und schlanken Körper aus, als er sich auf die Hinterbeine stellte. „Aber sieht so aus, als wär‘n wir das Waumpel und seine Konsorten erst einmal wieder los – ein Glück.“ Er ließ sich wieder auf alle Viere nieder und sah zu Azurah. „Du hast gesagt, dass alle Pokemon in ‚nem Dungeon so aggressiv sind? Wieso denn das?“ Das blauäugige Pokemon legte den Kopf schief. „Und wieso is‘ uns das Waumpel dann nicht weiter gefolgt – also mal abgesehen davon, dass es verletzt war…“ Das Sandan war etwas verwirrt, aber Azurah konnte diese Verwirrung doch sicherlich ein wenig lindern, oder? Während er immer noch über dieses Rätsel nachdachte, schnupperte das Sandan ein wenig herum und merkte, dass sich die Luft noch ein wenig verändert hatte; sie waren noch tiefer in den Wald vorgedrungen. Aber er roch im Moment nicht viel von diesem typischen Käfer-Geruch… anscheinend waren nicht so viele Käfer anwesend. Also wohl auch kein Raupy. Was er roch, waren aber… ein kräftiger Windstoß peitschte durch den Raum und traf Sabaku, der ein wenig zurückgedrückt wurde und sich flach auf den Boden drückte. „TAUBSI!“, krakeelten zwei Vogel-Pokemon durch den Raum, die sich offenbar gestört fühlten, und fegten jetzt auf Azurah zu, jeweils eine Windstoß-Attacke ausführend – ein Kampf-Pokemon gegen zwei Flug-Pokemon? Sabaku winselte leise, während er sich aufrappelte. Das gefiel ihm nicht.

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Do Aug 20, 2015 12:52 pm
Wenn Azurah von Adan erzählte, hatte sie nie im Sinn, was es für andere Personen bedeutete, wenn sie hörten, dass sie mit einem Machomei unterwegs gewesen war. Ja, Adan war äußerst stark und fähig gewesen - Azurah war Welten von seinem Können entfernt gewesen. Doch entgegen der ersten Vermutung, hatte Adan seine Stärke nicht so zur Schau gestellt, wie andere es eventuell vermuteten. Ob das früher anders gewesen war? Das wusste das Lin-Fu nicht. Tatsache war allerdings, dass Adan ein eher zurückhaltendes Machomei gewesen war, seit Azurah ihn gekannt hatte. Wahrscheinlich hing dies auch damit zusammen, dass er sich vom Rettertum und der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Er hatte lieber für sich gelebt. Demnach wusste das weibliche Kampf-Pokemon auch Nichts von den Gedanken, die in Sabaku ausgelöst wurden, als es davon hörte, dass Azurah mit einem Machomei durch die Welt gereist war - ansonsten hätte sie darauf noch näher eingehen können.

Eher widerwillig ließ sich das Sandan zur nächsten Ebene schieben und erst als sie dort angekommen waren, blieb das Team noch einmal stehen. Sabaku schnupperte und sah sich um, bevor es sich erneut an den weiblichen Part des Teams wandte. Interessant, wie sich seine Körperform nur dadurch änderte, dass es sich auf die Hinterbeine stellte. Aufmerksam lauschte das junge Lin-Fu der Frage des Boden-Pokemons und nickte dann einmal. Bevor sie antwortete, stellte Azurah noch einmal für sich selbst sicher, dass keine feindlichen Pokemon in der Nähe waren, die gleich angreifen würden. Auf eine Attacke aus dem Hinterhalt konnte sie gut verzichten. Schließlich zuckte das Kampf-Pokemon mit den Schultern. „Keine Ahnung, ich bin kein Forscher.“ Da diese Antwort allerdings nicht annähernd präzise genug war, nahm sich Azurah noch einmal zusammen, um besser auf Sabakus Frage zu reagieren. „Dungeons sind alles andere als normal. Sie verändern sich zu unregelmäßigen Zeitpunkten und sehen plötzlich ganz anders aus. Die Welt scheint hier Kopf zu stehen, ich finde, das kann man so ganz gut ausdrücken. Vielleicht ist das ein Grund, warum die hiesigen Pokemon sich mehr auf ihre Urinstinkte verlassen, weniger redselig sind und sich einfach nur verteidigen. Wie gesagt, genau kann ich es dir auch nicht erklären, das sind Dinge, die allesamt noch erforscht werden. Wenn du darauf eine genaue Antwort findest, wirst du bestimmt zu einer kleinen Legende.“ Übertrieben ausgedrückt? Nicht unbedingt. Die Dungeons waren in dieser Welt allgegenwärtig und dennoch konnten bisher kaum Fragen beantwortet werden, die mit ihnen in Verbindung standen. Ein Forscher, der essentielle Fortschritte in diesen Gebieten machen würde, würde mit Sicherheit gefeiert werden und in Zukunft in vielen Büchern zitiert werden. „Und was das Waumpel angeht: Vielleicht ist es uns gerade wegen seiner Verletzung nicht weiter gefolgt. Du hast es ziemlich gut getroffen, es wird eine Weile brauchen, um sich davon zu erholen. Vielleicht..“ Viel weiter kam das Lin-Fu in ihren Ausführungen nicht mehr, denn just in diesem Augenblick fegte ein steifer Wind durch den Raum, der nicht nur Sabaku, sondern auch Azurah ein ordentliches Stück zurückdrängte. Das weibliche Pokemon sah sich erschrocken um und erkannte dann die zwei Taubsis, die auf sie zuflogen. Flug-Pokemon? Warum ausgerechnet Flug-Pokemon? Nein - Adan hatte Azurah beigebracht, dass man sich von einem Typ-Nachteil nicht einschüchtern lassen durfte. Man musste sich verteidigen und zeigen, dass man den Typ-Nachteil allein durch mehr Erfahrung ausgleichen konnte. Das Lin-Fu konzentrierte sich und die Augen begannen kurz zu leuchten - dann wich es mit einer fließenden Bewegung der Tackel-Attacke des einen Taubsis aus. Anstatt den Moment verstreichen zu lassen, holte Azurah sofort mit einer ihrer Pfoten aus und setzte eine gezielte Pfund-Attacke hinterher, mit der es das Flug-Pokemon auf den Boden beförderte. „Sabaku, wehe du haust wieder ab!“, fauchte es in diesem Moment, was eigentlich nur bedeuten sollte, dass das Sandan die Gelegenheit nutzen sollte, um das Taubsi auf dem Boden zu treffen. Leider gab es da noch das zweite Flug-Pokemon, das zu einem Ruckzuckhieb ansetzte und Azurah mitten in den Körper traf. Sie taumelte einige Schritte zurück und biss die Zähne zusammen.

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Do Aug 20, 2015 8:43 pm
Abhauen? Er!? Was für eine maßlose, übertriebene und absolut unwahre Unterstellung; vor allen Dingen mit dem Wörtchen 'wieder' darin - lebte das Lin-Fu in einer Fantasiewelt? Sabaku war noch nie weggelaufen beziehungsweise abgehauen, er hatte allerhöchstens ab und zu mal einen zeitweisen Rückzug oder so etwas in der Art angetreten. Er fauchte empört, sagte aber vorerst nichts und bekämpfte seine durchaus natürliche Furcht vor Vogel-Pokemon. Als ein Boden-Maus-Pokemon hatte das durchaus seine Berechtigung. Als er sah, wie Azurah einer Attacke des einen Taubsis mit einer wahnsinnig fließenden und anmutigen Bewegung auswich, war Sabaku kurz so fasziniert, dass er stehen blieb und die Umgebung vergaß; das aber nur kurz, denn er hatte hier ja einen Kampf zu bestreiten! "Ich bin noch nie abgehauen", fiepte er also entschlossen und pirschte sich an das auf dem Boden liegende Taubsi zu, welches sich in just diesem Moment regeneriert hatte. Es kreischte auf und stürzte sich auf das Sandan, welches sich innerhalb eines Sekundenbruchteils... in sich zusammenrollte und als Ball davongestoßen wurde. Sabaku rollte eine Weile, entknotete sich aber geschwind und setzte eine sehr gezielte Sandwirbel-Attacke ein. Eigentlich hatte er erwartet, dass das Taubsi sich jetzt die Augen reiben würde oder etwas in der Art, aber - es tat nichts dergleichen. Es schüttelte sich nur kurz und da fiel es dem Boden-Pokemon siedend heiß ein. Adlerauge! Dieses Taubsi musste eine angeborene Fähigkeit oder einen biologischen Schutz gegen solche Attacken haben! Schnell wich das Maus-Pokemon mit einem schnellen Sprung einer weiteren Attacke aus, dann schmiss er sich auf das empört mit den Schwingen schlagende Taubsi. Es wehrte sich noch mehr, bis Sabaku seine Klauen ausfuhr und eine fiese Kratzer-Attacke dem Taubsi eine blutige Wunde auf dem Rücken bescherte. "Bis'u bald fertig da?", pflaumte Sabaku das Lin-Fu etwas unwirsch an - was aber daran lag, dass 'sein' Taubsi sich immer heftiger zur Wehr setzte und sich schließlich befreien konnte. Es rammte das Maus-Pokemon, welchem es kurz den Atem verschlug. Böse fauchte er den Vogel an und stieß ihn zurück, ließ seine Klauen wieder ausfahren - aber dann ergriff das Taubsi doch noch die Flucht. Das Kreischen war eher schmerzerfüllt als das Vogel-Pokemon abhob - was auch immer Azurah mit dem anderen Teil des Taubsi-Duos getan hatte, es flog hinterher und schließlich waren die beiden unerfahrenen Retter wieder alleine. Sabaku schnaufte etwas und ließ sich auf die Hinterbeine nieder. "Ausgerechnet zwei Flug-Pokemon", murmelte er etwas erschöpft und tapste dann etwas im Kreis herum. "Bei uns beiden is' ein Flug-Pokemon wirklich ein etwas unglücklicher Gegner", stellte er dann fest und war etwas verwundert, dass er nicht schon früher darauf gekommen war, dass ein Kampf- und ein Boden-Pokemon natürlich einen entscheidenden, gemeinsamen Feind hatten; wenngleich dieser für Sabaku eher eine Unpässlichkeit als eine Schwäche bedeutete. Naja, egal, er stupste Azurah mit der Nase an und schnupperte kurz. Sie schien nicht verletzt - gut. "Alles okay?", fragte er trotzdem nach und gab sich mit einem Winken zufrieden - anscheinend mochte es das Kampf-Pokemon nicht so recht, wenn die Schwäche, die sie nun einmal als Kampftyp hatte, offenbar wurde. Na, das würde sich wohl kaum verhindern lassen. Dann nickte er aber verständnisvoll. "Okay, 'n Dungeon verändert sich also ständig. Das is' der Grund, warum die Pokemon hier so aggressiv sind, sagst du... nun, ich kann's mir vorstellen. Sein Revier nach jeder Veränderungsperiode neu stecken, neu verteidigen zu müss'n - das is' ziemlicher Stress und anstrengend, denke ich. Wenn man annimmt, dass sich die Dungeons sogar öfter in der Woche mal ändern... nun, ich denk', dann kann jeder verstehen, wieso sie aggressiv sind." Das Sandan streunte zum Rand des Raumes, in dem es jetzt glücklicherweise wieder komplett ruhig war und schnupperte ein wenig, fand aber nichts weiter von Interesse. "Ich frage mich auch, was mit den Pokemon, die hier leben geschehen, wenn sich ein solches Dungeon umbildet. Werden sie mit in eine Art Strudel gerissen? Bleiben sie an dem Platz, an dem sie vorher waren und finden sich dann in einer komplett anderen Stelle wieder? Wenn man nicht wahrnimmt, dass man aus diesem Ort fliehen muss, dann... stelle ich mir das ziemlich verstörend vor. Nach einigen Malen ist man dann eben 'n bisschen... wirr im Kop' und dann wird man so wie diese Taubsi." Er seufzte leise, dann gingen die beiden Retter weiter, bis sie endlich einen weiteren Tunnel tiefer hinein fanden... nein, als die Bäume sich etwas lichteten, war dort eine kleine Höhle zu sehen. "Ich denke... da geht es weiter?", fragte er etwas skeptisch, als sie sich dem Eingang der Höhle näherten.

Sabaku und Azurah hatten die Umgebung untersucht und keinen weiteren Gang oder einen Hinweis auf einen anderen Weg gefunden, weshalb sie sich wieder bei dem Höhleneingang wiederfanden. In dem Dunkel stehend, schnaufte Sabaku etwas. "Hier riecht's nach Ärger", murmelte er. "Warum sollt' das Raupy denn so tief in diesen Hain eingedrungen sein? Das is' doch seltsam...", murmelte er nachdenklich, schüttelte dann aber das Köpfchen. "Allerdings bringt alles hadern nichts, ne? Das Raupy kann wohl froh sein, nich' von einem Taubsi gefressen worden zu sein... soweit ich weiß, gehören Raupy zu den Lieblingsspeisen von Vögeln." Plötzlich - ein Schrei aus den Tiefen der Höhle. Naja, kein Schrei in dem Sinne, eher ein Quieken, Fiepen, wie auch immer; Pokemon schrien ja nicht in dem Sinne. Azurah und Sabaku wechselten einen Blick aus, die zwei sehr unterschiedliche Meinungen über die Situation transportierten. Sabakus sagte jedenfalls eher 'lass uns doch morgen noch einmal wiederkommen' aus als der des Lin-Fu - und wer setzte sich hier wohl durch? Natürlich das Lin-Fu, und je tiefer die beiden Pokemon in die Höhle eindrangen, desto eindeutiger wurde es, dass dort ein Pokemon in großer Angst oder etwas ähnliches quietschte. Und dann waren da noch seltsame Geräusche, leichte 'Tok-Tok-Tok'-Geräusche. Als würde jemand einen Ball auf den Boden dribbeln. Und dann immer diese paar Worte, Fetzen, die hochdrangen. "Dich hört hier unten sowieso-wei niemand!" Tok-Tok. "Also-wei kannst du auch gleich ruhig sein!" Tok-Tok. "Wir werden dich an die wilden Taubsi verfüttern, damit wir sicher durchkommen. Und egal, wie laut du jammerst, niemand hört dich." "Das klingt nich' gut", brummte Sabaku leise zu Azurah. "Aber das sind sicher keine Bösewichte, sie klingen eher wie Feiglinge... oder?"

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   So Aug 30, 2015 1:47 pm
Ebene 1
#008 | Kleinhain | mit Aversen
CF X Die Stadt, Der Pokémonplatz, Läden und Geschäfte, Die Pelipper-Post

Sie kamen nun, nach einem Marsch durch den Wald, beim Kleinhain an, der wohl bekannt war als einer DER Anfänger-Dungeons. Es gab jedoch gewisse Umstände, die das Kapilz Baltimore Wirnlen dazu erwogen hatten, sich in diesen Dungeon zu bewegen - auch wenn sie so ziemlich unnachvollziehbar waren und von merkwürdig anmutender Natur, nicht zu vergessen schlichtweg eine Kuriosität für sich. "Aversen, nun geh vor." Es war nicht seine Art, zuerst in einen Dungeon zu gehen, wenn er es nicht für nötig auffasste. Ja, da musste doch erst einmal sein Untergebener durch.
Nachdem dieser also hoffentlich die Vorhut bildete, folgte das Pflanzen-Fee-Pokémon ihm in den Dungeon. Es war ein recht freundlich wirkender Dungeon, in dem sich das Kapilz mittelmäßig wohlfühlen konnte. Noch waren keine bösartigen Pokémon in Sichtweite, dafür aber zwei Tunnel: Einer rechts und einer Links. Hmm. Welchen sie wohl nehmen sollten? Beide wirkten gleich einladend und abstoßend, es würde also keinen Unterschied machen, welchen sie betraten - zumindest vom Empfinden her. Hachje, jetzt wusste das Kapilz wieder, wieso es nur so selten in Dungeons ging. Es waren sehr verwirrende Angelegenheiten, wenn es auch natürlich viele Vorteile mit sich bringen konnte. Ja, vielleicht sollte er sich mal wieder an mehr Aktivität gewöhnen, auf der faulen Haut liegen brachte ja auch nicht mehr, oder nicht? "Wir gehen nach links", entschied Baltimore schließlich. Und dann tat er auch seinen Worten Folge, indem er einfach wieder die Führung übernahm und sich den Weg auf nach links machte, ab und auf!

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Zuletzt von Baltimore am So Nov 15, 2015 1:37 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Mo Aug 31, 2015 4:46 pm

#008 | Aversen & Baltimore
CF :: Pelipper-Post, Die Stadt

Ebene 1

Urghs. Nein, eigentlich hatte Aversen wirklich keinen einzigen, leisesten und blassesten Schimmer, was genau er eigentlich tat - abgesehen von der Tatsache, dass sie - zwei Bösewichte - zu der Ehre kamen, einem "armen", "kleinem" Taubsi wieder zu seiner Mutter zu verhelfen. Er sah sich skeptisch vor dessen Eingang um, nicht, weil er diesen Anfänger-Dungeon als für viel zu schwer oder Derartiges erachtete, nein, es war einfach die pure Dämlichkeit, die sich hinter dieser Aufgabe verbarg, hinter dieser wahnsinnig schwierigen, komplizierten und absolut heldenhaften und (das wusste das Zobiris noch nicht) ehrenamtliche Aufgabe! Oh nein, sein Arceus, das war so schrecklich! Konnte ein guter Tag denn noch gutmütiger werden?! Er liebte ja eher die bösen Tage, wo er anderen Pokémon um ihre Rubine brachte, ohja, daran hatte er bei Weitem mehr Gefallen ... Aber wie dem auch sei, das Schicksal hatte das Zobiris eben nicht lieb, weshalb er jetzt auch mit säuerlichem Mund den Dungeon vor dem hochmütigem Kapilz betrat und also seinem Befehl folgte - wieder einmal, aber dafür sprang hoffentlich etwas Rotes für ihn heraus ...
"Jawohl ~", gab er mit seufzender Stimme von sich, ehe sie den Dungeon betraten und direkt einmal in einen Raum gelangen, der - Arceus sei Dank - pokémonleer war. Keine Seele weit und breit befand sich hier, auch hörten die Ohren des Zobiris', welche ja auch zum Hören gedacht waren (anders wäre es ja nur Dekoration oder so) auch nichts. Niemand schien hier zu sein, aber er wusste, dass sich das durchaus sehr schnell ändern konnte und blieb lieber auf der Hut. Das einzige, was wirklich spektakulär war - nein, eigentlich nicht, aber egal -, waren die zwei Wege, die die beiden wählen durften. Tja, Ratespiel auf Max! Zum Glück waren die Dungeons nur etwa wie Labyrinthe aufgebaut, aber wenn man einmal alles gesehen hatte, musste man eigentlich auch weiter kommen ... so war zumindest die gängige Regel und wehe, ein dämlicher Dungeon wollte sie brechen! Ehe Aversen, der eigentlich dachte, er habe die Führung hier, etwas sagen konnte, ging das Kapilz auch schon vor - nach links. Eigentlich hatte das Zobiris die rechte Seite bevorzugt, war auch schon dabei gewesen, in eben diese Richtung zu gehen und alles, aber nein, der liebe Herr Baltimore wollte es unbedingt anders ... Na bitte. Das ganze Prozedere für sich aufgebend, erhob er kurz seine kurzen Arme gen Himmel, gen Decke besser gesagt, und zuckte hilflos mit den Schultern, fasste sich aber fast in eben dieser Sekunde, wo er diese Handlung von Schmach und Unwissen vollführt hatte, wieder und folgte dem Kapilz nicht, ohne dabei Ohren und Augen und alles offen zu halten - man wusste ja nie, was auf einen zukommen wollte ... Er hatte schon von den irreparablen Wesen dieses Dungeons gehört, eine ungeheure Pracht an Idiotismus, wie man sie nur selten fand - aber hey, für das Zobiris waren irgendwie auch alle Idioten oder so ... Weswegen es kaum einen Unterschied machen würde, ob er nun einem Owei, einem Taubsi (wahrscheinlich würde er den kleinen Heulemann von vorhin aber nicht hier antreffen, zumindest wäre das nur ein einziger, lachhafter Witz), einem Sonnkern oder einem Waumpel begegnen würde - die würden erstens alle ohnehin nur angreifen wollen, denn sie ließen gar nicht mit sich reden.
Na, aber da war ja Licht am Ende des Tunnels, mal sehen, wohin sie das Kapilz denn überhaupt geführt hatte ... Hoffentlich keine Pokémon, er hatte keine Lust zu kämpfen.
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Sep 01, 2015 5:46 pm
#009 | Kleinhain | mit Aversen
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Nachdem Baltimore also, nachdem er erst einmal seinem Handlanger die Führung scheinbar überlassen hatte, sich doch wieder an die Spitze gedrängelt hatte, ging es nach links, einfach, weil links vielleicht nett klang, besonders vielversprechender sah es zumindest nicht aus. Nein, es hatte den Anschein von normalen Kleinhain, einfach ein Dungeon, der weder besonders bedrohlich, noch besonders liebreizend war. Ein Ort für Anfänger, um zu trainieren, und das war er, wie er nun bemerkte, nun einmal nicht! Doch Fragen nach dem Wieso wurden sowieso ausgeblendet, denn es lag einfach kein plausibler Grund vor, nun, wo er wieder bei halbwegs klarem Verstand war - wann auch immer er das eigentlich war. Das Taubsi jedenfalls hatte ihn wirklich scheinbar mächtig beeindruckt.
Die nächste Hürde würde im nächsten Raum warten, der, wie erwartet eigentlich schon, leer war. Aber es wäre ja kein Dungeon, wenn sie keiner Pokémonseele begegnen würden, nicht? Natürlich nicht! Von daher hörte man schon die kommenden Schritte eines anderen Pokémons, oder eher das Rascheln von Blättern und das Schaben von einem Waumpel über dem Grund...
"Da ist etwas." Mal wieder präzisierte Baltimore nicht, irgendwie missfiel ihm scheinbar diese Art der Tätigkeit - warum sei nun dahingestellt. "Es handelt sich um ein Waumpel." Obwohl er es nicht sah, wusste er es schon - erstaunlicherweise, aber manchmal kannte er sich doch aus...? Oder riet mit seinen Vorurteilen ins Blaue. Als es ins Sichtweite kam, setzte er zudem auch noch seinen Monokelblick ein - als üblicheren Namen trug diese Attacke aber Willensleser. "Nicht besonders stark." Er rückte sein Monokel zurecht, es lag schon viel zu viel zu schief!

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Fr Sep 11, 2015 2:37 pm
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#009 | Aversen & Baltimore
Während es dann ein wenig hin und her ging bei der Frage, wer denn nun die Führung machen sollte, klärte sich das dann durch das - natürlich, wie sollte das anders sein - Kapilz, welches sich an die Spitze mogelte und den Takt vorgab. Seufzend, nur sehr leise, sehr minimal, kaum hörbar, folgte das Zobiris dem verblendetem Pokémon, welches sofort sagte, dass sich etwas näherte. Erst dachte das Zobiris, das sei mal wieder ein schnödes Etwas des Kapilz' gewesen, doch fortgänglich hörte auch er, dass ein Pokémon im Kommen war - und Baltimore riet, dass es ein Waumpel war. Skeptisch sah Aversen an dem größerem Kapilz vorbei und musterte den Tunneleingang vor ihnen, denn sie eigentlich passieren wollten. Na, keine Ahnung, woher das Kapilz diese Bestimmtheit nahm, dass es ganz sicher ein Waumpel war, aber wen interessierte das auch schon, wenn er denn Recht hatte ...? Zumindest wollte und es war auch nicht seine Art, dies zu hinterfragen. Hinterfragen kostete viel zu viel Zeit und Mühe, da nahm er lieber die Tatsache hin und das war es dann.
Also rüstete er sich mehr oder weniger für den Kampf, denn das war die einzige Art, mit denen er fremden Pokémon begegnete, die ihm nicht außerhalb eines Dungeons über den Weg laufen wollten. Sie waren dann doch alle unzivilisiert und alles - so wie einst das Zobiris auch war ... Na ja, seine Vergangenheit tat dann auch nichts zur Sache.
Mit würdevoller Haptik, zumindest so viel wie er noch haben konnte, denn er stand ja im Schatten, bereitete er sich auf den nahenden Kampf gegen das Waumpel vor, indem er, während sein Partner schon Willensleser eingesetzt hatte, in den Erdboden verschwand - er setzte Schaufler ein und würde somit erst in der nächsten Runde angreifen, nachdem er sich eingebuddelt hatte eben wieder heraus.
Er wusste nicht, was sein Partner machen würde, während er in der Erde war. Vielleicht brauchte er ja auch das Pokémon nicht angreifen, dessen Position er sich genau gemerkt hatte, weil sein Partner ihn fertig machte - oder aber es näherte sich noch ein zweites Pokémon, welches er statt dem Waumpel angreifen sollte, wenn er es denn merken würde. Na ja, wie dem auch sei, Aversen konnte nur hoffen, dass sein Partner nicht allzu doof sein würde, während er unter der Erdoberfläche verblieb, von allen Augen ungesehen und von der grauen Erde verdeckt. Vielleicht war da ja auch kein Gegner mehr, wer wusste das schon ... Aversen jedenfalls nicht, so wenig, wie er in der Dunkelheit des gegrabenen Tunnels sah. Und eigentlich sah er gut, aber hier gab es eben nicht so viel zu sehen. Keine Rubine, keine Edelsteine, kein Nichts.
Das Waumpel dagegen sah mehr als das Zobiris und weil es merkte, dass mit den beiden nicht zu sprechen war und er sein Revier doch recht gerne verteidigen wollen würde, setzte es Fadenschuss ein. Kampflos würde es sisch ja wohl nie und nimmer ergeben! Hah! Es traf das Kapilz vorzüglich mit seinen Fäden, nicht aber das Zobiris, welches den Fäden entweichen konnte, weil es sich unter der Erde aufhielt.
Das Waumpel stolzierte hochmütig hin und her, denn noch hatte niemand irgendwelchen Schaden aus diesem Kampf getragen. Noch war niemand verletzt, aber wie lange das wohl bleiben würde?
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Fr Sep 11, 2015 3:36 pm
#009 | Kleinhain | mit Aversen
Ebene 1

Es bestätigte sich scheinbar als ein Waumpel. Den Fadenschuss, der darauf folgen sollte, hatte Baltimore schon erahnt - immerhin hatte er in dem Willen des niederen Untertanen, nein... wilden Freiers (oder so, keine Ahnung, wie er den Taugenichts nennen sollte, da dieser ihm nicht dienlich war, wie ein guter Rest der Bevölkerung) gelesen und war dabei diesem ausgewichen. Und dabei kam heraus, dass das Waumpel vielleicht aggressiv sein mochte und sein Territorium zu verteidigen wünschte, mehr aber auch nicht dahinter war. Was wohl vielleicht daran lag, dass es in dieser Umgebung lebte, ha ha... Man kam da eben nicht mit Genialität in Kontakt! Wieder wurde das eigentlich noch nahezu perfekt sitzende Monokel zurecht gerückt - nahezu war nicht perfekt genug.
Baltimore rückte sich trotz der hochrümpfigen Gedanken in Kampfstellung. Sein Untertan schien sich ihm ganz zu Füßen geworfen zu haben, von daher würde er die erste Partie übernehmen müssen. Also sprang er mit einem Sprung nach vorne, versetzte dem Waumpel einen kräftigen Hieb und war dann auch wieder zurückgewichen - und siehe da, das Waumpel lag am Boden, dafür war aber noch jemand dazugekommen... Und zwar noch ein Waumpel, um das sich jetzt aber sein Untertan bitte kümmern sollte! Derweil sah Baltimore sich um, als er dann auch die Zuflucht zur nächsten Ebene entdeckte. "Mir schwant, es geht da weiter nach oben", mutmaßte er also.
Hoffentlich hatte sich Aversen schnell um den nahenden Feind gekümmert... Diese Biester waren echt lästig. Wie hatte sich eine Taubsi-Mutter hierhin verlaufen können oder besser... wieso findet sie nicht zurück?

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Fr Sep 18, 2015 3:40 pm
Ebene 1
#010 | Aversen & Baltimore
Während Aversen so ruhig unter der Erde seine Runden machte und wartete, bekam er nicht wirklich mit, was oben passierte - so dachte er wohl, dass er das Waumpel besiegte, was sie vorher gesehen hatten, angriffen, als er wieder aus dem Erdreich nach oben drang. Den Schmutz, den die ganze Aktion natürlich mit sich zog, von sich wischend und sein Werk zufrieden begutachtend, wandte er sich nun an seinen Partner. Hatte der etwas gemacht? Wenn ja - sehr gut, Aversen hatte auch nicht so große Lust, einfach seine Kräfte zu verschwenden und de facto die Arbeit alleine zu machen. Wenn nicht - auch egal, dann machte er eben die Arbeit alleine ... Pff. Dafür würde er sich noch reichlich von dem Taubsi entlohnen lassen, damit das mal klar war! Er war ja wohl nicht ohne Grund einfach in diesen Dungeon spaziert, um wohltätige Arbeit zu leisten! Nein, das nächste Mal würde er sich schon noch einen passenderen Auftrag aussuchen - und die Wahl gefälligst nicht Baltimore überlassen ... Wo war er nur gelandet?
"Ja, da kannst du recht haben", drückte er sich gewählt murmelnd und doch deutlich aus, als das Kapilz meinte, da gäbe es einen Durchlass nach weiter oben - dorthin, wo sich ein Tauboss scheinbar verirrt hatte und nicht wieder kommen wollte. Na, vielleicht war es ja sogar durchgebrannt? Man konnte ja nie wissen ... Und ab und zu hörte man doch diese Gerüchte und diese Geschichten, aber ob was von einer Tauboss-Mutter die Rede war, daran erinnerte er sich nun wirklich nicht. "Dann lass uns mal nach weiter oben gehen", meinte das Zobiris schließlich mäßig motiviert, als das Kapilz nach ein paar Sekunden nicht wirklich die Anstalten für machte, um nach weiter oben zu gelangen und übernahm eigenhändig einfach wieder die Führung nach oben. War ja nichts bei, nicht?

Ebene 2

Nach einem recht normalem Aufstieg, denn hier traf man für gewöhnlich keine böswilligen Pokémon an (wobei man sich fragen musste, wer von den Pokémonen hier denn böswilliger war, ha ha ...) und es war kein beschwerlicher Aufstieg, als sie dann wieder in einem Raum standen, in dem sich rein niemand befand - außer ihnen selbst natürlich. Wahrscheinlich würde sich im nächsten Raum wieder ein Pokémon befinden - oder eben auch nicht, was dem Zobiris nur allzu recht wäre. Dann müsste er weniger machen und weniger machen war immer eine sehr famose Angelegenheit. So ruhig! Unglaublich.
Hier gab es nur einen Tunnel, den sie nehmen konnten, sodass Aversen nur noch darauf wartete, dass das Kapilz nach kam. "Es gibt nur einen Tunnel", stellte er nüchtern und sachlich fest, eine Information, die zu sagen eigentlich gänzlich nutzlos war, aber wen interessierte das schon? Sie wurde gesagt und das war es auch schon wieder. Aversen ging ein wenig in dem Raum umher, einfach nur so, um zu gucken, wie die Lage hier denn so war. Aber wirklich viel, das fand das Zobiris nicht. Zumindest lagen hier keine Rubine herum und auch sonst war es eher mäßig spannend, wenn sogar überhaupt nicht spannend. Reine Einöde. Warum noch einmal ging eine Tauboss-Mutter hierhin? Das Gerücht eines durchgebrannten Paares erschien ihm immer wahrscheinlicher ... aber vielleicht war die Mutter ja auch nur gebrechlich oder so. Oder sie hatte etwas Großes - vielleicht Rotes? - gefunden, was sie nicht selbst tragen konnte und jetzt auf Hilfe wartete. Ohja, dann hätte er nichts gegen ... Hin, Großes-vielleicht-Rotes mitnehmen und wieder abhauen.
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Fr Sep 18, 2015 4:25 pm
#010 | Kleinhain | mit Aversen
Ebene 1

Nun denn, es war also so weit und das Zobiris machte Anstalten, das andere Waumpel zu erledigen. Ob es wusste, dass es sich um das andere handelte, nun, davon hatte Baltimore reichlich wenig Ahnung, aber solange es aus dem Weg war, war alles in Ordnung. Aber sein Untertan sollte sich schon bewusst sein, dass er ebenfalls etwas machte, ja, das machte er! Aber das zu sagen war unter seiner Würde und er ging davon aus, dass er es wusste. Nun übernahm Aversen wieder die Führung, immerhin musste er hier die ersten Schläge abbekommen und nicht der Anführer. So war es ihm also eigentlich nur recht, auch wenn er sich des Öfteren ebenfalls an die Spitze stellte.
Ebene 2

Man konnte sagen, dass die zweite Ebene ebenfalls so unspektakulär war wie die erste. Es war wirklich schwerlich zu glauben, dass sich hierhin eine Tauboss-Mutter verirrt hatte und nicht mehr herausfand... Unter welcher Art von Amnesie litt diese Dame denn bitte? Doch er war auch nicht da, um sich psychologischen oder medizinischen Theorien zu widmen und war erst recht kein Spezialist auf diesem Gebiet. Hatte und würde es auch nie anstreben wollen, so viel stand fest.
Als das Kapilz sich auf demselben Level wie Aversen befand, meinte das Zobiris etwas von nur einem Durchgang. Ja, das sah er schließlich auch, immerhin war er nicht doof. Er winkte das Zobiris durch, dass es vorgehen sollte. Sollte da irgendetwas lauern, nun, dann wäre er, die wichtige Person, vorgewarnt und könnte sich dementsprechend vorbereiten. Er würde in den nächsten Raum folgen, auf Schritt und Tritt und mit geziemenden Abstand, natürlich! Zumal er keine Lust hatte, von einem eventuellen Rückstoß getroffen zu werden.

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Sep 22, 2015 3:37 pm
Ebene 2

#011 | Aversen & Baltimore
Oh ja, natürlich, das hatte er ja ganz vergessen - er sollte ja vorgehen, wie dümmlich konnte er denn nur sein. Die Handbewegung des Kapilz' regten das Zobiris einerseits etwas auf, andererseits ließen sie ihn nur innerlich den Kopf schütteln. Ach je, sie waren wahrscheinlich ein recht seltsames Duo, das Kapilz und das Zobiris ... Verstanden die sich denn überhaupt?! Wie dem auch sei, der eine brachte dem anderem Nutzen, so war es wenigstens eine legitime Aufarbeitung des Ganzen.
Aversen ging also wie von Baltimore veranschlagt vor und betrat den Tunnel als Erster, kam auch als erster im nächsten Raum an, der mindestens genauso öde war wie der letzte, wenn nicht sogar noch öder - weil sie diese Landschaft von Ödnis nun zum zweiten Mal begutachten durften. Konnte dieser Dungeon denn nicht irgendwo seine Tücken haben, irgendwo interessant und total spannend sein oder so? Nein, wirklich? Er seufzte tief auf. So weit war es mit ihnen also schon, dass sie in diesen Anfänger-Dungeon für Anfänger gingen, um eine Tauboss-Mutter zu suchen! Ach je, so weit, so weit ... Das Zobiris wollte darüber eigentlich nicht nachdenken, sodass er sogleich den nächsten Ausgang suchte, um weiter zu kommen, ohne noch länger wie blöd in diesem Raum stehen zu bleiben, wo es rein gar nichts gab. Nein, wrklich, bis auf die zwei Tunnel, die hier waren, gab es einfach nichts! Noch nicht einmal ein Pokémon - sehr zu Freuden des Zobiris' - lauerte ihnen auf. Und ehe eines das tun wollte, da wollte er lieber seine Füße bewegen und den nächsten Raum aufsuchen.
Er sah zwischen den beiden Tunneln hin und her. Klar, da war einer, durch den sie durchgekommen waren, und da war einer, durch den sie dann wohl oder übel durchgehen mussten, wenn sie denn nicht auf der Stelle stehen bleiben wollten oder gar wieder denselben Weg zurück - in eine Sackgasse, wohl gemerkt.
Also, ohne sich groß zu bereden, nahm Aversen, da er wahrscheinlich - so schätzte er es zumindest persönlich ein - wieder vorgehen sollte, den einzig logisch verbleibenden Tunnel und ging da durch. Es machte einmal eine Biege und zum Glück war immer noch kein Pokßemon in Sicht, sodass sie unbehelligt im dritten Raum dieser zweiten Ebene ankamen. Und mal wieder änderte sich die Landschaft nicht so wirklich, denn irgendwie ähnelten sich ja alle Dungeons irgendwo - und besonders die Ebenen innerhalb eines Dungeons.
Da lagen Steine und so, und alles war wie gewohnt. Auch hier waren keine Pokémon anzutreffen, was dieser Ebene bislang Aversens Gunst sicherte (nichts war ihm lieber als einfach nur durchzukommen, auf einfachstem Wege an seine Ziele zu kommen, ohne großartig die Kampfmaschine spielen zu müssen). Bis auf die Tatsache, dass es vermutlich am anderem Ende des Raumes weiter nach oben ging; zu der Ebene, wo die vermeintliche Tauboss-Mutter war, nämlich die Ebene mit der schicken Nummer Drei (ob die Drei nun wirklich schick war, darüber konnte man sich ja streiten).
"Da geht es schon weiter", merkte das Zobiris nur lasch an und war auch schon dabei, das gewünschte Ziel anzuvisieren, denn es war doch nur unnötig, noch weiter diese Ebene zu erkundschaften - sie waren ja keine Entdecker, sondern Auftragsnehmer.
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Sep 22, 2015 7:20 pm
#011 | Kleinhain | mit Aversen
Ebene 2

Hach, wie schön, da ging das andere Pokémon auch brav in die weitere Richtung vor und das Kapilz konnte sich hinten einreihen - nein, warte, was?! Vielleicht sollte er sich doch vordrängeln... Doch nein, diese wahrhafte Kindischkeit (...) ließ er beiseite, denn er hatte keine Lust, nicht der Letzte, der steht oder lacht zu sein. Nein, wirklich, darauf hatte er mal so gar keine Lust. Von daher ließ er das andere Pokémon vorgehen.
Dann kamen sie also oben an. Und da war wieder mit einer solchen Sicherheit nichts anzutreffen, was von Belang wäre, dass es schon wirklich als langweilig zu betiteln war. Doch so empfand das Kapilz ulkigerweise nicht, denn es dachte in solcherlei Momenten einfach... äh, nichts. Zumindest nichts, was man in irgendeiner Weise wirklich erwähnen könnte. Denn es war ja einfach da, oder? Er musste sich keinerlei Gedanken darüber machen, denn es war schlichtweg der Unnot angehörig, wenn er sich über Sachen Gedanken machte, die keinen Belang hatten.
Der Raum, in den sie kamen, sah demzufolge so aus wie der vorige, vielleicht dezent anders, aber im Großen und Ganzen gleich. Keine Pokémon, nur die freundliche Atmosphäre dieses Anfänger-Dungeons, dem sie sicher gewachsen waren. Wie unaufregend das ganze doch war. Doch er dachte nicht darüber nach, wie viel Sinn das Ganze hatte, denn jetzt machte er das eben und das war eben so.
Der nächste Raum, den sie durch den einzig logischen, vorhandenen Tunnel betraten, war wie der vorige. Nicht besonders anders, nicht besonders spannend, einfach nur ein Raum. Ach, ne, warte. Da merkte sein Untertan das an, was auch Baltimore in den nächsten Sekunden bemerkte. Da ging es ja nach oben weiter. "Na dann auf."
Und ausnahmsweise übernahm er hier die Führung, ab nach oben zu gehen. Irgendwann musste er ja tapferer Feldherr spielen oder so. Naja, es war wohl auch irgendein unerklärbarer Gedanke, dem er folgte, einfach so. Und ab nach oben ging es!
Ebene 3

Im ersten Raum, den die nicht-Entdecker und nicht-Erkunder betraten, sah es so aus wie im vorigen. Tja, wirklich viel Abwechslung gab es Dungeons irgendwie auch nicht, oder? Sie wirkten ja alle innerhalb eines Dungeons recht gleich, selbst wenn die Vielfalt der Dungeons an sich größer sein sollte. Irgendetwas musste einen Dungeon ja auch ausmachen, sonst würde das ganze wohl einfach nichts werden! Baltimore sah sich auf seine gewohnte, hochnäsige Weise um. War irgendwo die Tauboss-Mutter zu sehen? Nein? Nein. Also musste man in den nächsten Raum, vermutete er, nachdem er nach ewigen Zeiten wiedermal sein Monokel zurecht gerückt hatte. Ohje, das würde noch mit bösen Beschwerden enden, wenn er das nicht präzise an seinen Platz verwies! Und wuah, auf diese hatte Baltimore nun wirklich keinerlei Lust.
Vom Raum zweigten ausnahmweise mal drei Tunnel ab, und er sah auch recht groß aus. Zumindest größer als die, durch die sie eben gegangen waren. Aber sonst wirkte es hier genauso wie auf der vorigen Ebene auch, stinklangweilig und total unterfordernd. Doch er dachte penetrant nicht darüber nach, wieso er tat, was er tat. "Ich überlasse dir die Wahl", meinte er noch in seiner näselnden Sprechart zu seinem Untertan, damit dieser einen der Tunnel wählen konnte. Auf dieser Ebene mussten sie also verweilen, bis sie diese Mutter fanden...?

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Fr Sep 25, 2015 4:32 pm
Ebene 3
#011 | Aversen & Baltimore
Ebene Drei also, die Station ihres Ziels; jetzt musste ihnen nur noch die Tauboss-Mutter entgegenfliegen oder hüpfen oder gehen oder stampfen oder was auch immer, ihm war es gleich, hauptsache, sie kam ihnen entgegen und sie mussten nicht nach ihr suchen. So eine lästige Aufgabe, so ein lästiger Auftrag. Aber nun gut, was sollte es auch. War ja auch nicht so viel dran, nein, es war ja auch so etwas von egal.
Das Zobiris stand im Raum und sah die drei Tunnel alle nacheinander an, erwartete aber nicht, dass er irgendetwas machen wollte, so war sein Gehirn gerade so etwas wie abgestellt - vermeintlich. Eigentlich hatte er damit gerechnet, dass das Kapilz wieder den Vormarsch machen wollte, sodass er lediglich folgen müsse (was in manchen oder auch in vielen Situationen schlichtweg auch der einfachere Weg war, die Situation zu meistern), aber nein, irgendwie hatte das Kapilz heute so seine Launen; das Zobiris durfte über den Weitergang netterweise entscheiden.
Aversen unterdrückte einen skeptischen Blick zu seinem Partner hin und konzentrierte sich darauf, einen der Tunnel auszusuchen - bei drei Tunneln war das nicht gerade einfach. Aber egal, was sollte es auch schon, der Tunnel vor ihm sah genauso aus wie der Tunnel links oder der Tunnel rechts neben ihm. So langweilig. Aber egal. "Wir könnten den Tunnel links neben", schlug er in einem höflichem, ergebendem Ton war, der unbemerkt von Ironie blieb (immerhin war das alles andere als ernst gemeint, dieser ergebene und so Ton). Es könnte ja auch noch die Wahrscheinlichkeit bestehen, dass das Kapilz doch lieber nein sagen wollte und dann wieder alles in seine Hand nahm - als ob das nicht so oft geschehen wäre, ha ha.
Allerdings setzte er sich entgegen seines Vorschlags oder seiner abwartenden Haltung bereits in Trott, nachdem er etwa eine Sekunde gewartet hatte, nachdem seine Worte den Raum erhallt haben. So oder so würden sie ja einfach irgendeinen Tunnel nehmen müssen und er hatte nun keine große Lust, die Füße in den Bauch zu stehen! Nein, da ging er lieber als erster durch den Tunnel, würde lieber als erstes von ihnen attackiert werden, wenn da denn jemand käme; und alles weitere eben. So oder so lief alles auf dasselbe hinaus.
Als er in dem nächstem Raum ankam, sah er sich mal wieder getreulich um, ob denn niemand hier sei. Und tatsächlich war da jemand, eine Tauboss-Mutter - kein Waumpel, kein Taubsi, kein Raupi oder wie die alle hießen, sondern eine ausgewachsene Tauboss-Mutter. Sie kauerte in der Ecke und schien irgendetwas zu haben, was sie dazu veranlasste, nur humpelnd vorwärts gehen zu können. Gerade eben hatte sie noch den Rücken zu ihnen gewandt und ein Waumpel, was ihr gefährlich nahe war, besiegt und in die Flucht geschlagen, doch nach wenigen Minuten der Beobachtung wurde deutlich, dass die Tauboss-Mutter sich durchaus selbst verteidigen konnte; nicht aber wirklich von der Stelle kam. "Ma'am?", sprach Aversen die Dame in einem höfllichem Ton an, immerhin war sie wahrscheinlich um Dutzende älter als er und so, "Ihr Sohn schickte uns nach Ihnen." Ob er noch mehr sagen musste oder Baltimore übernahm, war dann ja noch offenes, unerforschtes Terrain, denn Aversen zumindest konnte nicht sagen, was in dem Kopf des Kapilz vor sich ging.
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Baltimore
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Sa Okt 03, 2015 1:52 pm
#012 | Kleinhain | mit Aversen
Ebene 3
Es war eine unbeschreibliche Nettigkeit des Kapilzes, das Zobiris über den Fortgang des Duos entscheiden zu lassen. Er ergötzte sich selbst eine Weile lang, das Monokel immer wieder um Nanometer zurechtrückend, in seinem eigenen Selbstbild, hachje. Er war viel zu gut für diese Welt, oder nicht? Diese überragende Freundlichkeit, die seine Untertanen gar nicht verdienten. Und damit war auch der Grund erledigt, weswegen er denn eigentlich überhaupt diese ganze Aktion machte. Er, das supertolle Kapilz Baltimore Wirnlen, war ja eben nicht nur superduper, sondern auch freundlich - und skrupellos, herzlos und alles weitere zur gleichen Zeit. Tja, das schaffte eben nur dieses tolle Wesen, welches gerade hier im Dungeon feststeckte, weil es eine Tauboss-Mutter suchte, die sich offensichtlich verlaufen hatte. Sie, eine Person mit offensichtlicher Verantwortung! Es war merkwürdig, welche Leute es gab, doch im Gegensatz zu dem Kapilz stanken natürlich alle ab.
Baltimore hörte sich dann inmitten seiner eigenen, selbstherrlichen Gedanken dann den Vorschlag seines Untergebenen an, dessen Ton ihm sehr schmeichelte. Also gut, dann eben der links! Und dass dieses unverschämte Zobiris dann die Führung übernahm, kreidete er ihm nicht an. Erst einmal. Vielleicht sollte er eine Moralpredigt halten, aber die lagen ihm irgendwie wirklich gar nicht gut, sie saßen immer unangenehm im Magen beim Abendessen, wie das Kapilz fand. Also nein, vielleicht würde er es auch ausnahmsweise lassen, denn dann konnte sein Untertan nämlich auch die Gefahren vorher auschecken und so. Das müsste er dann nicht übernehmen, welche Arbeit denn!
Und im nächsten Raum hatte sein Untergebener ausnahmsweise eine rechte Entscheidung getroffen, denn wen trafen sie denn da? Genau, die Tauboss-Mutter! Es schien offensichtlich zu sein, dass es der Dame nicht allzu blendend ging, denn in erbärmlicher Weise kauerte sie in einer Ecke und schien sich nur sehr schlecht und unästhetisch fortbewegen zu können. Ohje, welche Schmach! Doch es war ja Alltag, dass jeder im Gegensatz zu ihm selbst nicht viel glänzte.
Sie sprachen die Dame nicht sofort an, sondern beobachteten erst einmal eine Weile lang das gegnerische Pokémon, welches gerade von der Tauboss-Mutter in die Flucht geschlagen wurde! Also, an der Verteidigung lag es ganz offensichtlich nicht. Wieso also bewegte sich diese Mutter nicht aus dem Dungeon raus? Wegen ihrer Verletzung vielleicht? Baltimore rüpfte kaum hörbar die Nase. Was für eine Schmach! Seine Mutter hätte sicherlich alles getan, um zu ihrem gottgleichen Sohn zu kommen. (Seine Wahnvorstellungen gerieten momentan in unverstellbare Höhen.) Aber da es sich auch nur um einen Untertan handelte, war es nur ein kaum hörbares Rümpfen.
Sein Untertan jedenfalls redete diese Mutter noch an. Ja, vielleicht würde er dem ja das Feld überlassen. Die Tauboss-Mutter jedenfalls schien zu reagieren und blickte, Misstrauen in den Augen, zu dem kommenden Team. Als sie jedoch 'Sohn' hörte, schien sie gänzlich entzückt zu sein. "Oh, er hat jemanden gefunden? Wie schön! Könnt ihr beiden mir bitte hier heraushelfen? Mein Bein ist verletzt und ich kann mich nicht mehr so gut bewegen."
Baltimore schwieg dazu, denn er hatte momentan schlichtweg keine Lust, zu reden. Da musste eben sein Untertan seine Stimmbänder beanspruchen, er hatte jedenfalls nicht die große Begeisterung gerade dafür und rückte lieber weiter sein Monokel zurecht, in eitler Weise.

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Nightmare
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   So Okt 11, 2015 3:46 pm
Vor dem Kleinhain
TEAM - 'NIGHTMARE'  | MISSION - 'SCHRECKGESPENST' | POST-COUNTER - #001
Einige Tage nach Aversens & Baltimores Mission...

Es war schon einige Zeit her, seit ich einen Auftrag alleine angegangen war und es fühlte sich mehr als nur seltsam an. Dusk, Calamity und die anderen waren mit ihren eigenen Missionen beschäftigt, halten in der Gilde aus oder hatten sich heute einen Tag frei genommen, weswegen ich ohne sie aufgebrochen war um meinen Klienten zu treffen. Ich hatte in aller frühe die verschiedenen Aufträge durchgesehen, die an der Pinnwand gehangen hatten und entdeckte einen Zettel, der schon seit einiger Zeit dort hing, ohne, das sich ein Team seiner angenommen hatte. Kein Wunder, wenn man sich die Job-Beschreibung durchlas, denn dieser Auftrag schien alles andere als angenehm zu werden. Der Klient - ein junges Glumanda - bat um Hilfe im Kampf gegen Alpollo, der es und Bisasam zu tyrannisieren schien. Geister-Pokémon wie Alpollo waren nicht gerade bekannt dafür einen guten Ruf zu haben und noch dazu waren viele Pokémon der Gilde mit ihren Normal-Attacken nicht im Stande ihnen viel anhaben zu können. Nicht, das es überhaupt zu einem Kampf kommen würde, wenn Alpollo sich dazu entschied seine Opfer einfach mit einer kleinen Grusel-Show in die Flucht zu schlagen...

Ich hatte kurzerhand den Auftrag angenommen, da ich befürchtete, dass sich sonst nie jemand an ihn heran wagen würde und weil ich sicher war, dass ein Unlicht-Pokémon wie ich - das in einem finsteren Wald groß geworden war - im Vorteil gegenüber einem Schreckgespenst wie diesem sein sollte. Ich traf mich also mit Glumanda am Eingang des Kleinhains, in dem sich Alpollo zu verstecken schien und setzte mein freundlichstes Lächeln auf um einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Trotz meiner Bemühungen schien mein Klient allerdings erschrocken mich zu sehen und zögerte einige Momente, ehe er einen Schritt auf mich zu machte und mich ansprach.
"Ent-Entschuldigen sie? Sind sie der Retter, der meinen Auftrag angenommen hat?"
Man konnte deutlich hören wie unangenehm es dem Glumanda war sein Wort an mich zu richten und kaum, dass es den Satz beendet hatte, schluckte es hörbar. Es schien relativ jung zu sein, also verwunderte es mich nur wenig, dass es sich vor mir fürchtete, aber eine nette Begrüßung ab und zu würde auch niemandem schaden...
"Ja, so ist es. Ich heiße Nightmare, freut mich dich kennen zu lernen."
Ich lächelte weiterhin freundlich und langsam aber sicher schien sich mein gegenüber zu entspannen. Anstatt nervös mit seinen Fingern herumzuspielen stellte es sich nun auch selbst vor und besprach alle wichtigen Dinge mit mir, die es noch zu klären gab, bevor ich mich ans Werk machte.
"Freut mich auch, ich bin Cinder. Alpollo hat sich in der kleinen Höhle ganz unten im Kleinhein versteckt. Bitte tu irgendwas, damit er aufhört Bisasam zu ärgern! Er treibt es einfach zu weit und lange halten sowohl Bisasam, ich und all die anderen Pokémon es nicht mehr aus!"
Die Flamme an Cinders Schwanz flammte kurz auf und er schnaubte laut, ehe ich ihm mit einem Nicken zustimmte. Die Situation schien wirklich kurz vorm eskalieren zu sein. Wäre in nächster Zeit niemand gekommen um ihm zu helfen, hätte Cinder wahrscheinlich selbst versucht Alpollo eine Lektion zu erteilen und wie das geendet hätte, kann man nur mutmaßen.

Ich verabschiedete mich von ihm und bat ihn in der Nähe des Gilden-Hauses zu warten, bis ich zurückkehrte. Es sollte nicht lange dauern bis zu Höhle zu gelangen und da ich versuchen wollte das ganze erst einmal in einem Gespräch zu klären, würde ich vielleicht binnen ein, zwei Stunden wieder draußen sein. Cinder wünschte mir noch einmal gutes Gelingen, eher er davon tapste und ich schlug ein paar mal mit meinen Flügeln, ehe ich abhob und ins Innere des Hains flog - immer darauf bedacht nicht gegen einen Ast zu fliegen.

Ebene 1
Im Tiefflug durchstreifte ich die erste Ebene des Dungeons und hielt ausschau nach dem Durchgang zur nächsten Ebene. Das Dickicht des Hains ließ einige Sonnenstrahlen durch, die es einfach machten dem Geäst auszuweichen. Außer ein paar Taubsi, die in den Baumkronen saßen und sich putzten, oder auf dem Boden herumpickten, gab es erst einmal nicht viel zu sehen. Ab und zu fand man auf dem Boden nützliche Dinge, die andere Pokémon verloren hatten oder durch die besonderen Eigenarten eines Dungeons einfach aufgetaucht waren, aber heute schien ich kein Glück zu haben. Ich hätte mich so sehr über ein paar glänzende Steine mehr in meiner Sammlung gefreut, aber natürlich lagen diese nicht einfach überall herum. Sonst wäre es ja auch witzlos sie zu sammeln, oder etwa nicht?
Nachdem ich eine Runde gedreht hatte, erspähte ich den Durchgang und beschleunigte meinen Flug. Die Waumpel, die am Boden herum krochen und mich nicht gesehen hatten, erschraken sichtlich, als ich an ihnen vorbei schoss, aber ehe sie etwas sagen konnten, war ich auch schon in Richtung der zweiten Ebene verschwunden.

Ebene 2
Wie schon auf Ebene 1 segelte ich einige Meter über dem steinigen Untergrund und hielt Ausschau nach einer weiteren Treppe. Wenn ich allein war, war das einfach die einfachste Strategie und erforderte darüber hinaus nur wenig Energie. Anders war es, wenn ich in einer Gruppe unterwegs war, denn logischerweise konnte nicht jedes Pokémon fliegen. Wenn ich eine Mission mit Dusk erledigte, lief ich sogar meistens neben ihm her, wenn wir uns Zeit ließen, was mit unter anstrengender war als zu fliegen. Meine Krallen waren einfach nicht für den Grund geschaffen, aber würde ich fliegen und den Rest der Gruppe laufen lassen wäre das - in meinen Augen - nicht nur etwas unfair, sondern auch unpraktisch. Wenn ich in der Luft war konnte ich mich nicht so gut mit meinen Kameraden unterhalten wie am Boden und es machte es zusätzlich leichter sich nicht aus den Augen zu verlieren. Aber genug von meinen Gewohnheiten! Ich hatte schneller als erwartet den nächsten Durchgang gefunden und wie eben schon flatterte ich schnell in dessen Richtung um nicht unnötig viel Zeit zu verschwenden. Je weiter ich in den Hain vordrang, desto dichter wurde das Dickicht und desto weniger Licht fiel durch das Blätterdach auf den Untergrund. Aber auch auf dieser Ebene war es noch viel heller als in meiner Heimat und dasselbe galt für die darauf folgende Ebene 3.

Ebene 3
Mit Erreichen der dritten Ebene fing ich langsam an mir einen Plan zurecht zu legen. Ich musste Alpollo irgendwie überreden mit seinen Scherzen aufzuhören oder zumindest harmlosere Streiche zu spielen, die niemanden so verstörten wie das arme Bisasam. Cinder hatte mir verraten, dass Alpollo scheinbar einen Gespür für gute Witze hatte - passend zu seinem Charakter - und sich leicht durch diese ablenken ließ. Hoffentlich ließ er sich auch von meinen Wortwitzen beeindrucken, denn so wäre es weitaus einfacher ihn dazu zu bringen mit zuzuhören...

Ich versuchte gerade mich an den Witz zu erinnern, den Hades neulich erzählt hatte, als ich plötzlich einen starkes Ziehen an meinem linken Flügel spürte. Ich verlor die Kontrolle über ihn und stürzte auf einen Ast direkt vor mir zu, in den ich mich hastig hineinkrallte. Beinahe hätte ich das Gleichgewicht verloren, konnte mich aber noch oben halten und warf einen Blick auf mein Gefieder. Dünne, weiße Fäden zogen sich quer über die Außenseite meiner Schwinge und verklebten die einzelnen Federn miteinander. Es war also kein Wunder, dass ich nicht mehr fliegen konnte.
"Was zum Henker...", murmelte ich verwirrt und schnappte mit meinem Schnabel nach den Fäden um sie herauszuziehen. Ich hatte ja mit vielem gerechnet, aber ganz sicher nicht damit, das mir jemand aus dem Hinterhalt heraus das Gefieder verklebte! Ich zupfte eilige immer mehr der Schnüre heraus und ließ sie auf den Boden fallen, als ich aus dem Augenwinkel sah, wie ein zweiter Ball auf mich zusauste. Mein Flügel war immer noch nicht sauber genug um wegfliegen zu können, also ließ ich mich einfach vom Ast fallen und landete unsanft mit dem Hintern voran auf dem Boden. Es staubte kurz und mir entwich ein wütendes Krächzen, aber ich wendete mich sofort demjenigen zu, der gerade eine Attacke auf mich abgegeben hatte.
"HEY! Was sollte das? Hab ich dir irgendwas getan?"
Ich klag wütender als gewollt und plusterte meine Gefieder auf, während ich auf das kleine Wurmpel zustapfte, dass nun - da es entdeckt worden war - nicht mehr so mutig zu sein schien. Dem kleinen Pokémon entwich ein lautes 'Iek!', als ich vor vor ihm aufbaute und als es abhauen wollte, wehte ich es kurzerhand mit einem kräftigen Flügelschlag um.
"Bi-Bitte friss mich nicht! Hilfe! Helft mir!"
Waumpel versuchte panisch sich vom Rücken wieder auf den Bauch zu drehen, kam aber nicht vom Fleck und begann schließlich sich einzukugeln und zu schluchzen. Es konnte einem schon fast leid tun, wie es dort lag, aber es hatte mich als ersten angegriffen, also hielt sich mein Mitgefühl in Grenzen.
"Ich werde dich ganz sicher nicht fressen, aber es wäre ganz nett wenn du mir sagen könntest, warum du mich angegriffen hast!"
Mein Blick scharf und starr auf das Waumpel gerichtet, dass versuchte sich mit seinen kleinen Pfötchen die großen Kulleraugen zuzuhalten. Ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen, aber das war jetzt weniger das, womit ich mich beschäftigen wollte.

Nach einigen Sekunden verstummte das laute Schluchzen und geradezu in Zeitlupe löste Waumpel sich aus seiner Starre und blickte mich ängstlich an. Aus seinen Augenwinkeln kullerten einige Tränchen und liefen seine Wangen herunter, ehe sie schließlich auf den Boden tropften. An derartige Blicke war ich ja schon gewöhnt, aber hinterhältige Angriffe - besonders von einem ängstlichen Pokémon wie diesem! - waren eine Rarität. Ich wüsste wirklich zu gerne, was es geritten hatte so zu reagieren, denn ich konnte mich nicht entsinnen es in irgendeiner Weise gestört zu haben. Ich hatte es ja nicht mal gesehen!
"Also, was ist dein Problem?", fragte ich laut und deutlich, was das Käfer-Pokémon noch einmal zusammenzucken ließ.
"I-I-Ich.... Ich ehm... S-Sie sind doch ein Freund von diesem Alpollo! Ich-Ich weiß es ganz genau! Sie sind sicher hier um uns alle von hier zu vertreiben! Aber da lasse ich nicht zu!"
Wieder einmal versuchte es das Waumpel mit einem Fadenschuss, aber ich musste nur einen Schritt zur Seite machen um diesem zu entkommen. Die ganze Situation war absurd! Ich konnte kaum verbergen wie genervt ich war und wie lächerlich das alles für mich war. Ich war hier um Alpollo davon ABZUHALTEN Streiche zu spielen! Ich steckte ganz sicher nicht mit ihm unter einer Decke!
"Welch absurde Idee! Ich bin hier auf Wunsch eines Pokémon und soll Alpollo zurecht stutzen! Ich bin sicherlich nicht hier um ihn in seinem Tun zu unterstützen!"
Perplex starrte mich das Waumpel an und fing dann plötzlich an wieder panisch zu werden. Ihm schied leid zu tun, dass es mich angegriffen hatte und es stammelte einige Entschuldigungen, aber ich konnte nur seufzen. Es war mal wieder typisch für mich für den Bösen gehalten zu werden. Ich grummelte leise, zog die letzten paar Fäden aus meinem Gefieder und schüttelte mich dann.
"Schon gut, schon gut. Geh jetzt einfach und greif bitte nie wieder andere Pokémon an, nur weil sie dir suspekt vor kommen. Ob du es glaubst oder nicht, selbst ein Kramurx kann ein Retter sein und einer Gilde angehören."
Ohne mich noch einmal umzudrehen flatterte ich einfach davon und versuchte den Ärger zu unterdrücken, der in mir aufkam. Es passierte immer und immer wieder, dass ich in solche Situationen geriet, missverstanden wurde und schlussendlich den Ruf meiner Freunde und auch den der Gilde ungewollt beschmutzte. Es war einfach unfair nur wegen meinem Aussehen für den Feind gehalten zu werden...

Es dauerte einige Minuten, bis ich den letzten Durchgang gefunden hatte und noch einmal tief durchatmete, ehe ich durch ihn hindurch flog. Würde ich weiter diesen erzürnten Gesichtsausdruck beibehalten wäre es schwierig eine gediegene Unterhaltung mit Alpollo zu führen. Mit mieser Laune in den Ring zu steigen brachte mit nur Minuspunkte ein und führte dazu, dass er sich weder auf ein Gespräch einlassen würde, noch auf den Vorschlag die anderen Pokémon un Ruhe zu lassen. Ich schüttelte also die finsteren Gedanken ab und konzentrierte mich auf meine Arbeit anstatt auf die vergangenen Geschehnisse und betrat die kleine Höhle.
Weiter zu: 'Kleine Höhle'

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Zuletzt von Nightmare am So Okt 11, 2015 9:46 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   So Okt 11, 2015 4:22 pm
Ebene 3

#012 | Aversen & Baltimore
Aversen wollte nicht wirklich wissen, was nun wieder in dem Kopf des anderen vorging; nein, das wollte er nie wissen und zum Glück besaß er auch keinerlei telepathischen Kräfte, sodass ihm das Gedankengut des anderen, wie er sich so selbst in den Himmel lobte wie sonst nichts, auch glücklicherweise verwehrt - denn man konnte wirklich von Glück reden, dass kein lebendes Pokémon zumindest die Gedanken des Kapilz' mitbekommen sollten ... Aber so waren auch die Gedanken des Zobiris' nicht minder verhüllungswürdig, wie es so in einem Fort vor sich hin fluchte, die Welt für unschön erklärte und nur Rubine für das einzige Wahre im Leben, ja, sogar im Universum empfand. Zugegeben waren diese beiden Pokémon zusammen ein sehr seltsames Duo, was ... wirklich seltsam war.
Aber zum Glück des Zobiris', der einer weiteren Fluchwelle nicht gerade fern war, lenkte das Kapilz auf die vorgeschlagene Richtung ein und Aversen war eigentlich damit ganz zufrieden; er hasste es ja, wenn man seine Entscheidungen anzweifelte, aber das ... passierte für seinen Geschmack leider auch etwas zu häufig ... Na ja. Konnte man nichts machen; irgendwo war es als Team aber auch einfach viel effektiver als einfach alleine, mhe? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Es würde sich ja wohl hoffentlich eines Tages einfach rentieren!
Aber wenigstens war das hier einmal ein Glückstreffer, mh? Zumindest fanden sie die verletzte Tauboss-Mutter, die erst skeptisch bei dem Anblick eines Zobiris' (zu Recht) und eines seltsam aussehendem Kaplz' (ebenfalls wieder zu Recht, wobei man einem Kapilz wohl noch eher über dem Weg trauen würde als dem Zobiris) den Blick und ihre Augenbraue hob, ehe sie ausgelassener wurde und sofort dies und jenes verlangte. Aversen, der wieder einem Fluch nahe war und eigentlich sogar hochmütig die "Bitte" oder den Befehl, wie man es schmücken möchte, auch doch glatt verweigern wollte, riss sich zusammen und dachte an die reiche Entlohnung des Taubsis (hatte er ja scheinbar versprochen), sprach an die Belohnung denkend mit ruhiger Stimme: "Genau, wir kommen im Auftrag Ihres Sohnes. Wir werden unser Bestes geben." Das war zwar eine durch und durch und durch glatte Lüge, aber die Tauboss-Mutter schien ein wenig erleichtert zu blicken, als sie diese Worte vernahm, obgleich sie wohl noch gewisse Skepsis gegenüber dem Zobiris' hegte. Seufzend - natürlich nur innerlich - wandte er sich an das Kapilz. Hatten sie einen Plan? Wahrscheinlich nicht. Aber wie bekam man denn auch eine Tauboss-Mutter hier heraus, aus dem schieren Nichts in einer Ecke. "Soll ich einen Tunnel nach draußen schaufeln?", fragte Aversen höflicherweise seinen scheinbaren Anführer und bat ihn somit irgendwie so etwas wie "um Erlaubnis". Das war aber auch das Einzige, was ihm spontan eingefallen war und es würde schon nicht so unbequem sein und außerdem wollte er endlich aus diesem muffeligem Dungeon raus, ehe noch weitere Taubsis, Waumpels und was es sonst noch gab auf die Ideen kamen, hier in exakt diesen Raum zu kommen und sie anzugreifen ... Seine Kraft verschwendete er da lieber für etwas Anderes, was deutlich mehr Nutzen hatte als ... na ja, das hier eben ... Er sah fragend zwischen Tauboss-Mutter und Baltimore hin und her. Na ja, war nicht seine Sache, was sie nun machen würden.
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Baltimore
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Di Okt 13, 2015 8:25 pm
#013 | Kleinhain | mit Aversen
Ebene 3

Ahja, ahja. Und so ging es weiter mit der Tauboss-Mutter und den zwei Bösewichten, die ausnahmsweise doch mal gut waren...? Tja, auch Baltimore war mal zu etwas zu gebrauchen! Jedenfalls übernahm das Zobiris dann das Reden, vielleicht nicht die beste Idee, um eine Tauboss-Mutter auf ihre Seite zu ziehen, aber besser als wenn das ehrwürdige Kapilz seine Stimmbänder beanspruchen musste! (Ja, ist klar.) Aber dieser Vorschlag, auch wenn er sicherlich für seine Erhabenheit gut gemeint war, der war nun wirklich etwas merkwürdig. "Aber mein lieber Aversen!", fing er in seinem hochmütigen Ton an, der nun auch belehrend wirkte und wirken sollte. "Das ist nun einmal ein wahrlich ein bizarrer Vorschlag. Wir haben doch diesen..." Er rümpfte die Nase und schob sein Monokel hoch, wollte Bösewichtsorden sagen, beließ es dann aber im Angesicht ihres Klienten: "... Retterorden, den wir benutzen können." Und damit zog er auch das besagte Stück hervor und ließ das Licht des Ordens in alltümlicher Weise auf die Tauboss-Mutter strahlen.
"Wir erwarten euch dann mit der Belohnung am Info-Brett!" Und damit war dieses Pokémon auch auf entspannende Weise verschwunden. Das Kapilz atmete erleichtert wieder aus und blickte seinen Partner an.
"So. Wollen wir dann auch?", fragte es in seiner üblichen, hochnäsigen Weise und betrachtete den Orden in seinen Händen. Oder eher sein Spiegelbild, keine Ahnung, was er genau sah. Aber es interessierte immerhin ja eigentlich auch keinen, was in den Gedanken dieses Kapilzes vorging, richtig?
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Zuletzt von Baltimore am So Nov 01, 2015 3:50 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Aversen
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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   Do Okt 15, 2015 7:22 pm
Ebene 3

#013 | Aversen & Baltimore
Ähm, ohja, sehr schön. Natürlich fühlte sich das Zobiris im Anbetracht der Situation natürlich total schlau - sehr schön. Warum tat er sich das ganze eigentlich noch an? Resigniert seufzte er auf und winkte sogar der Tauboss-Mutter, als sie sich urplötzlich in Licht aufzulösen schien und ihre Arbeit somit getan und am Ende war. Es gab für sie nichts mehr hier zu tun und wirklich gar nichts, was Aversen dazu bewegen würde, noch langer hier gar bleiben zu wollen. Er seufzte einmal und blickte zu seinem Partner hinüber, der das Ganze natürlich ganz meisterhaft gelöst hatte - ha ha ha. Dieser wollte sogleich auch aufbrechen und Aversen hatte natürlich nichts dagegen - wäre auch schön blöd, wenn er doch etwas dagegen hätte, ha ha. "Natürlich", gab er in dem näselndem Tonfall zurück, der ihm manchmal eigen war. Er war ganz höflich und wollte sich gerade zum Gehen wenden. Beispielsweise wartete er gespannt darauf, dass Baltimore auch den "Retterorden" auf sie selbst anwandte, damit sie schleunigst von hier abhauen konnten, um nicht andere böse gesinnte Pokémon auf die Idee kommen zu lassen, dass sie ja auch leichtes Futter oder so waren ... Oder so. Na ja, er wollte auf keinen Fall jetzt noch einen Angriff machen oder einen Kampf bestreiten, dafür waren seine Nerven zu sehr mit ihm durch. Aus. Ende. Nichts. Er wollte nur die Belohnung abstauben und sogleich von dannen ziehen; es war ja schon einmal klar, dass er nie wieder eine gute Tat machen wollen würde. Zumindst ... freiwillig. Er schielte zu seinem Partner hinüber, ehe sie endlich gingen.

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Re: Kleinhain: Ebene 1-3   
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Kleinhain: Ebene 1-3
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